PROGRAMM AKTUELL

April bis Ende Oktober, Fr. bis Son. 10-18 Uhr geöffnet


Sonntag um Drei

Jeden letzten Sonntag im Monat - 15 Uhr - April bis Oktober: Jazzig, Mutig, Originell - Jenseits des Mainstream: Live-Konzerte in der ehemaligen Brennerei Coethen


26. April 2026 - 15 Uhr

MARIA SCHÜRITZ aus Leipzig, Solo Gitarre mit Gesang

"Schüritz verpackt ihre feinsinnigen Beobachtungen in einen gelungenen Mix aus Rock, Jazzpop, World Music und Spoken Word, spielt mit großer Experimentierfreude mit Stimme und Sprache, Atmosphären und Stimmungen.“ (Melodiva CD Tipps)
„ein Glanzstück (…) frönt dem Genuss der Gelassenheit, dass die Schönheit des Lebens auch irgendwo in den fehlerhaften und unvollkommen scheinenden Dingen zu finden ist.“ (Chansons, Lieder und Folk, Belgischer Rundfunk BRF 1)

Hörprobe:





Samstag 9. Mai 17 Uhr

DANTES GöTTLICHE KOMÖDIE

Clubabend Literatur

Dantes Göttliche Komödie von 1321 ist ein episches Gedicht, das aus den drei Teilen Inferno (Hölle), Purgatorio (Läuterungsberg oder Fegefeuer) und Paradiso (Paradies) besteht. Um eine "Komödie" handele es sich dabei, weil der Stoff zu Beginn (im Inferno) erschreckend und ekelerregend, und zum Schluss (im Paradiso) beglückend, begehrenswert und anmutig sei.
Die ungewöhnlich konkrete, anschauliche Ausbuchstabierung der Begriffe Hölle, Fegefeuer und Paradis bringt uns Wesen und Denkweise eines mittelalterlichen Mensch auch heute noch in Erreichbarkeit. Wir steigen also ein in die fantastische Anschauungskulisse des Werkes und gehen der Frage nach, ob und wie der Mensch sich die Vorstellungen schafft, innerhalb derer er sich selbst und andere definiert, welche Spielräume er ausnutzt, welchen Regeln er folgt und wodurch er Überzeugungskraft erlangt.
Mit Einblick in die konkrete Gestaltung des mittelalterlichen Horizonts stellen wir die einfache frage: Was denkst Du Dir eigentlich?

Zum Einlesen empfehlen wir: Dante Alighieri - Commedia - In deutscher Prosa von Kurt Flasch, erhältlich z. B. HIER oder HIER GEBRAUCHT
Wer alle Hände voll zu tun hat und dabei geistige Nahrung sucht, kann sich HIER einhören.

Mehr zum Format "Clubabend Literatur" erfahren Sie Hier




Ausstellung Fr. 15. Mai - Son 26. Juli:

Das Holde im Spühlschrank

Falk Richwien, Kunst aus 4 Jahrzehnten
Vernissage: Sam 16. Mai, 16 Uhr

Nun ja, der Mensch ist verrückt. Und zwar nicht nur ein bisschen, sondern ganz gewaltig. Das erkennt man auf den ersten Blick, wenn man sich seine Mode durch verschiedene Jahrhunderte anschaut, wenn man anfängt, seine Sprache zu analysieren, wenn man seine Paarungsgewohnheiten zu verstehen sucht, wenn man seine Religionen zählt, wenn man sich fragt, warum er einem Ball hinterher läuft, auf einen Mini-Bildschirm starrt, statt aus dem Fenster zu schauen oder wenn man zu ergründen sucht, warum, um alles in der Welt, alles so nachlässig ungesund oder so übertrieben gesund lebt, das eigentlch alle krank sind. Schaufelweise Bigotterie, kein Gespräch, das davon frei bleibt und nur wer Glück hat, kann ab und zu laut lachen - über sich selbst.
Zumeist bleibt das einzige, um mit diesem ganzen Irrsinn zurecht zu kommen, dass wir "so tun als ob", so tun als ob, ok sei, dass wir uns im Irrsinn einrichten, durch Nachahmung, Gewohnheit, Abrichtung und "äußere Zwänge", dann, wenn sie durch innere nicht eh schon hinlänglich ersetzt wurden.
Doch was, wenn einer nicht mitspielt? Der sozialen Hygiene des Erlaubten und Unerlaubten den Spiegel der Dressur, des Koketten, der Unterwerfung vorhält? Der Vernuft die Zunge raus streckt?
Seit 4 Jahrzehnten hält Falk Richwien sich nicht an die Regeln, an die Regeln des Gefallens - ich gefalle dir, du gefällst mir. Auf den Placebo-Kitt der Gesellschaft, ihrer Selbstbestätigung im Wahn "richtig, gut, besser und immer besser" zu sein, persönlich und ganz allgemein, gießt er beißendes Lösungsmittel.

Der 1963 geborene deutsche Maler, Bildhauer und Konzeptkünstler Falk Richwien erlangte vor allem durch provokante Aktionen eine öffentliche Bekanntheit: Im Jahr 2006 sorgte er für Schlagzeilen, als er in einer Berliner Galerie öffentlich ein weißes Kaninchen schlachtete. Die Aktion löste eine Debatte über die Grenzen der Kunst und den Tierschutz aus und führte zu juristischen Auseinandersetzungen. Er arbeitet heute vorwiegend in Brandenburg und ist für seine abstrakte und symbolistische Malerei bekannt. Seine Werke werden international gehandelt. Seit 2017 leitet Falk Richwien zusammen mit Johanna Frohberg den Kulturbetrieb in der ehemaligen Brennerei Cöthen. Es ist seine erste Solo-Ausstellung an diesem Standort.

Mehr zu Falk Richwien

Während der Kunstloose Tage 2026, 15.-17. Mai, 10-18 Uhr ist das Atelier Johanna Frohberg ebenfalls geöffnet





31. Mai 2026 - 15 Uhr

Nervenkostüm - virtuoses Jazz-Trio aus Berlin mit eigenen Kompositionen

Maik Kleer: Bass, Komposition
Manuel Engel: Schlagzeug, Komposition
Alexander Pielsticker: Klavier, Komposition


Zum Loslassen und Eindringen, Schweben und Fallenlassen, Lauschen und Bewegen, Nachdenklich werden und Neuanfangen.

Hörprobe:





Samstag 6., 13., 20. und 27. Juni, 13-16 Uhr

Ton in Ton - Workshop von Johanna Frohberg zu Hohlform-Aufbautechniken mit Ton - Unterm Kischbaum

Als Bildhauerin nutze ich verschiedene Techniken des Hohlformen Aufbaus mit Ton. Gelernt habe ich diese Techniken ursprünglich bei Prof. Eberhard Linke und das war für Aufbautechniken mit Ton wirklich die beste Adresse in Deutschland. Das wußte ich aber nicht. Ich hatte bloß Glück, denn Linke hatte sein Atelier in meinem Heimatdorf und ich kannte es von Kindheit an. Getreu dem Motto, der Schüler sucht seinen Lehrer, pflanzte ich mich in seine Gruppe, war störrisch, wollte auch im Winter arbeiten, heizte den Ofen im Atelier. Er ließ mich nicht allein. Auch dann nicht, wenn ich andrer Meinung war. Letztes Jahr ist Eberhard Linke nach einem langen, ereignis- und gestaltungsreichen Leben verstorben. Es wird Zeit, weiter zu geben, was ich gerlernt habe.

In vier Sessions - jeden Samstag im Juni 13 bis 16 Uhr - vermittele ich Euch Grund-Techniken des Hohlformen Aufbaus. Draussen unterm Kirschbaum - und bei Regen im Großen Saal der Brennerei. Wir beginnen mit einer Materialkunde, arbeiten uns vor zur Zupf-, Platten-, Wulst- und Streifentechnik. Am Ende mischen wir die Strategien. Jeder nimmt - nach ca. einmonatiger Trockungszeit - ein bis sechs feine, eigene Stücke mit nach Hause.

Dies ist kein Kurs zu Glasurtechniken, kein Töpferkurs (keine Drehscheibe), kein Gips- oder Silikonformenkurs, kein Anatomiekurs, kein Kurs zur Technik gegenständlicher Abbildung, kein Kurs zur Idee von sich selbst als Künstler. Es ist ein reiner, feiner Technik-Kurs zu Ton in seinen Möglichkeiten als Endmaterial plastischen Gestaltens - also zum Hohlformenbaufbau. Er ist nicht schwer. Ich gebe Euch Formen vor, an denen man die Techniken gut erproben kann und die Zusammenhänge und Möglichkeiten versteht. Die Kunst liegt ohnehin in Euch selbst. Hier lernt Ihr nur Mittel dazu, wie auch der Autor erst das Alphabeth. Was Ihr dann damit macht, liegt in Eurer Hand.

Die Teilnehmerzahl ist auf 8 Personen begrenzt. Alterseignung 12-120 Jahre. Das Material und Brand sind inklusive. Werkzeug-Sharing. Wer unabhängig sein will, kann einen Werkzeugsatz mit rudimentärer, drehbarer Scheibe, die im Nebenjob auch als Tortenplatte taugt, für 30 Euro hinzu buchen und für später behalten.

Kosten:
Nur Session 1 = 70 Euro
Nur Session 1+2 oder Kurs 1+3 = 130 Euro
Nur Session 1+2+3 = 190 Euro
Alle Sessions 1 bis 4 = 240 Euro
Option: Werkzeug = 30 Euro
Mehrzahlige Buchungen werden bevorzugt behandelt. Wer mehr Geld hat, kann gern mehr geben; wer weniger hat, spreche mich bitte an, Fr-Son, 10-18 Uhr bin ich zu meist vor Ort in der Brennerei. Anmeldefrist bis 31. Mai unter kunst@das-gut.org, Stichwort "Ton in Ton". Vorkasse. Zahlungsdaten bei Anmeldung.

Sessions:
1.Samstag 6. Juni, 13-16 Uhr: Materialkunde, Grundkenntnisse, Massive Form
2.Samstag 13.,Juni, 13-16 Uhr: Zupftechnik und Plattentechnik
3.Samstag 20. Juni, 13-16 Uhr: Wulsttechnik und Streifentechnik
4.Samstag 27. Juni, 13-16 Uhr: Mix it all up! Freie Form.

Wer sehen möchte, was ich, Johanna Frohberg, selbst als Künstlerin mit Ton mache, kann HIER nach sehen.




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Wenn Sie selbst eine Veranstaltung planen: Nehmen Sie gerne KONTAKT mit uns auf!


Ansonsten gibt es hier: Kaffee, Zeitung, Ofenfeuer, Jazz, Begegnung, Kinetopio